ISO 20022 - Harmonisierung Zahlungsverkehr - SEM - Software Engineering Michel

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ISO 20022 - Harmonisierung Zahlungsverkehr

ISO20022 / QR / DSGVO
Harmonisierung Zahlungsverkehr - ISO 20022

Die Timer ist eigentlich abgelaufen - ab 1.Juli 2018 können Sie eigentlich Zahlungen elektronisch nur noch als PAIN001 (XML-Format) an Ihre Bank übermitteln. Ebenfalls änderte das Format der Zahlungseingänge. Einige Banken sind noch bis Ende Jahr tolerant, aber dann ist endgültig Schluss. Sagt Ihnen das nichts? Dann sind Sie bei mir an der richigen Adresse.

Was unter einem so harmlosen Titel wie "Harmonisierung Zahlungsverkehr" auftritt, ist ein MEGA-Projekt von SIX Interbank und allen Schweizer Banken.
NUR: es betrifft nicht nur diese, sondern auch Softwarehersteller und ja - AUCH SIE!

Kurzfassung:
In einem ersten Schritt - der Einführung von ISO 20022 wurden die Datenformate für Zahlungsein- und auslieferungen geändert. Es müssen beim elektronischen Zahlungsverkehr wesentlich mehr Daten geliefert werden wie bisher. Das hat einerseits damit zu tun, dass die bisherigen Formate mittlerweile 40 Jahre alt sind und den aktuellen Bedürfnissen nicht mehr entsprechen. Aber auch mit internationalen Vorschriften zur Geldwäscherei und dem automatischen Informationsaustausch.

Die Übergangsfrist läuft, ab 1.7.18 sind definitiv nur noch die neuen Formate möglich (Postfinance hat z.b. schon per 30.12.17 umgestellt). Sind SIE bereit? Wenn Sie nicht sicher sind, dann helfe ich Ihnen gerne, es herauszufinden und wenn nötig die entsprechenden Massnahmen einzuleiten.











Haben Sie Interesse oder Fragen? Melden Sie sich bei mir.
Ich habe mich auf die Anpassung von Software spezialisiert, für die es kein Update gibt!
Oder wenn Sie eine eigene Lösungen erstellt haben und Unterstützung brauchen.
Etwas ausführlicher:

HARMONISIERUNG & MIGRATION ZAHLUNGSVERKEHR SCHWEIZ
Europa hat seinen Zahlungsverkehr im August 2014 auf SEPA migriert. Nationale (und dadurch unterschiedliche) Verfahren in den jeweiligen EU- und EWR-Ländern sind Geschichte. Die Schweiz ist mit im Boot und hat einen klaren Fahrplan für die Umstellung festgelegt. Konkret für die Massnahmen und Enddaten der zentralen Verfahren im Zahlungsverkehr: Überweisungen und Lastschriften sowie Avisierungen & Reporting und Einzahlungsscheine, welche auf den Standard ISO 20022 umgestellt werden.

Die Rolle der Schweiz beim neuen Zahlungsverkehr
Der Schweizer Finanzplatz hat proaktiv an der SEPA-Entwicklung mitgewirkt und sich mit den Auswirkungen auf die Schweiz befasst. In einer Machbarkeitsstudie wurden die Bereiche Überweisungen, Lastschriften, Avisierungen & Reporting sowie Belege analysiert, um Möglichkeiten zur Harmonisierung und Annäherung an die europäischen Regelungen auszuloten. Und mehr als das: Der Zahlungsverkehr in der Schweiz wird standardisiert, modernisiert und rundum fit für die Zukunft ausgelegt. Daraus ist das umfassende Projekt Harmonisierung und Migration Zahlungsverkehr Schweiz entstanden – mit klaren Vorgehensweisen und Terminen.

Die Harmonisierung des Zahlungsverkehrs in der Schweiz
Schweizer Überweisungs- und Lastschriftverfahren von Banken und PostFinance werden vollständig harmonisiert, auf der Basis von ISO 20022 verarbeitet, und weitgehend an europäische Standards angeglichen. Weitgehend bedeutet, dass den Eigenarten im Schweizer Zahlungsverkehr Rechnung getragen wird (zum Beispiel Einzahlungsschein, Zahlungsverhalten etc.). Ebenso wird der Bereich Avisierungen & Reporting harmonisiert. Im Bereich Lastschriftverfahren stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung: die Schweizer Verfahren Swiss Direct Debit (CH-DD) (PostFinance) und LEON (Schweizer Banken) sowie SEPA Direct Debit (SDD) (SEPA-Raum). Mit der Idee, Endkunden alle Optionen anzubieten. Bei den Belegen werden die heutigen roten und orangen Einzahlungsscheine verschwinden und der neuen QR-Rechnung mit Zahlteil Platz machen.

Die involvierten Player
Das Projekt der Harmonisierung und Standardisierung betrifft alle Parteien, die Zahlungsverkehrs-Dienstleistungen anbieten oder am Zahlungsverkehr partizipieren:
  • Finanzinstitute
  • Firmen und Unternehmen jeder Grösse (inklusive Institutionen, Verwaltungen, ZV-Dienstleister)
  • Software-Hersteller und ERP-Anbieter
  • Privatkunden
Im Gegensatz zu den aktiven Machern, sind Privatkunden primär als Nutzer involviert, die aktuell keine besonderen Vorkehrungen treffen müssen.

Quelle: ISO-20022.ch

Zielgruppen

Nebst den Banken und Softwareherstellern betrifft es auch die Unternehmen:

Der Finanzplatz Schweiz hat die weitergehenden notwendigen Massnahmen unter dem Titel „Harmonisierung und Migration Zahlungsverkehr Schweiz“ beschlossen und terminiert. Der Zahlungsverkehr wird grundlegend umgebaut. Sämtliche Firmen, Grossunternehmen, KMUs und Dienstleister sind von diesem Umbau betroffen.

Die Harmonisierung des Zahlungsverkehrs
Schweizer Überweisungsverfahren von Banken und PostFinance werden in definierten Schritten und festgelegten Fahrplänen vollständig harmonisiert und weitestgehend an europäische Standards angeglichen. Auch die Schweizer Lastschriftverfahren werden angepasst und mit der E-Rechnung kombiniert, neu kommen LEON (Schweizer Banken) und Swiss Direct Debit (PostFinance) zum Einsatz. Im Zuge der Harmonisierung des Schweizer Zahlungsverkehrs werden die nationalen proprietären Formate DTA/EZAG/EGA/ESR sowie LSV+/BDD ersetzt und durch den ISO 20022-Standard im XML-Format abgelöst oder erweitert. Zudem wird mit dem neuen Einzahlungsschein die aktuelle Belegvielfalt auf einen Einheitsbeleg reduziert.

Welche Unternehmen sind von der Harmonisierung betroffen?
Der Begriff Unternehmen ist sehr weit gefasst – genau so weit, wie der Zahlungsverkehr selbst. Deshalb sind, neben Firmen, selbstverständlich auch Institutionen, Verwaltungen und weitere Teilnehmer involviert. Grundsätzlich ist jedes Unternehmen betroffen, das aktiv am Zahlungsverkehr partizipiert – angefangen beim Einmann-Betrieb über KMU bis zum internationalen Konzern. Inklusive Institutionen, Verwaltungen oder Dienstleister, die im Auftrag von Kunden Services erbringen, die Leistungen im Zahlungsverkehr umfassen. Kurz auf den Punkt gebracht: sämtliche Teilnehmer am Zahlungsverkehr sind involviert und müssen aktiv werden.

Welche Bereiche sind innerhalb von Unternehmen tangiert?
Die terminierten End-Daten der Finanzinstitute für die Abschaltung der bestehenden Verfahren werden die Firmen in erheblichem Masse in ihren Prozessen rund um den Zahlungsverkehr beschäftigen. In mehrfacher Hinsicht: Neben den offensichtlich betroffenen IT-Systemen und Software-Lösungen müssen Bankverbindungen, Stammdaten von Kunden und Lieferanten, Vertrags- und Rechnungsdokumente, Formulare und vieles mehr analysiert und allenfalls angepasst werden. Mit der Einführung eines neuen Einheitsbeleges als Ersatz für die bisher bekannten roten und orangen Einzahlungsscheine sind bis hin zum Endkunden alle Akteure der heutigen Zahlungsabwicklung involviert. Ein Blick auf die betroffenen Unternehmensbereiche.

Die Harmonisierung des Zahlungsverkehrs bringt Chancen
Veränderungen bringen auch neue Chancen und sind nicht als reine Migrations-Aufwände von einem zum anderen Standard zu verstehen. Die Tatsache, dass in Europa alle Banken demselben Standard folgen und auch in der Schweiz PostFinance und Banken nun einheitliche Verfahren anbieten, ist möglicherweise eine gute Gelegenheit, die eigenen Bankverbindungen zu konsolidieren. Theoretisch ist eine einzige Bankverbindung für die Abwicklung aller nationalen und internationalen Zahlungsverkehrs-Transaktionen ausreichend. Das bringt wiederum positive Aspekte in Bezug auf Bankgebühren und Übersichtlichkeit im Cash Management mit sich.

Eine Analyse zeigt realisierbare Potentiale
In jedem Fall ist eine frühzeitige und alle Firmenbereiche umfassende Analyse zu empfehlen. So können nicht nur die zukünftigen Mindestanforderungen der Finanzinstitute erfüllt werden, vielmehr kann auch ein fassbarer Nutzen für die eigene Firma generiert werden. Es bietet sich die einmalige Chance, in einem seit langem nicht mehr optimierbaren Bereich weitere Prozessverbesserungen und Kostensenkungen zu realisieren. Das Projekt kann der Ausgangspunkt für weitreichende Verbesserungen sein und die Möglichkeit, Optimierungen zu schaffen und Synergien zu nutzen.

Quelle: Zielgruppen

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